Begegnungen

Seit 2013 organisieren wir Unterrichtsbesuche und weitere Begegnungen, bei denen sich ein Rabbiner und ein Imam gemeinsam für ein gewaltfreies, tolerantes Miteinander der Religionen und gegen Diskriminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit aussprechen.

Die Schulbesuche finden in Berliner Schulklassen (in der Regel 5. und 6. Klassen) mit hohem Anteil von Schüler*innen mit muslimischem Hintergrund statt. Häufig handelt es sich gerade um solche Klassen, in denen es konkrete antisemitische Vorfälle und Äußerungen gab, zu deren Aufarbeitung die Lehrer*innen ein meet2respect-Tandem einladen.

Der Imam bzw. muslimische Vertreter tritt dabei als Fürsprecher für den Rabbiner auf und die beiden geben als Tandem für die Schüler*innen ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass sich Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtung tolerieren, respektieren und schätzen können. Und sie vermitteln, dass sich aus Sicht der Religionsvertreter des islamischen wie auch jüdischen Glaubens Ablehnung und Gewalt gegenüber Andersgläubigen nicht begründen oder rechtfertigen lassen. Dem meet2respect-Unterrichtsbesuch schließen sich jeweils ein gemeinsamer Besuch in der Moschee und der Synagoge an. Auch hier wirken die beiden Religionsvertreter als eindrucksvolles Vorbild für gegenseitigen Respekt und die Betonung von Gemeinsamkeiten.

Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. bietet Schulen und Lehrkräften die Organisation von meet2respect-Unterrichtsbesuchen an. Die beteiligten Religionsvertreter werden vom Koordinierungskreis unseres Projektes meet2respect ausgewählt, der auch die konzeptionelle Gestaltung der Unterrichtsbesuche übernimmt. Die konkrete Planung und Umsetzung erfolgt in Abstimmung mit den jeweiligen Ansprechpartner/innen an den Schulen und kann nach deren Anforderungen (z.B. Einbeziehung in Projektwochen) angepasst werden.