Acht Wochen nach der meet2respect-Tandemtour engagieren wir uns weiter im Sinne des jüdisch-muslimischen Miteinanders gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Um es nicht bei einer einmaligen öffentlichkeitswirksamen Aktion zu belassen, kamen die jüdischen und muslimischen Vertreter*innen am 28. August 2018 erneut zusammen.

Eine gemeinsame Freizeitaktivität stellte dabei den Ausgangspunkt dar: Coexister (Zusammenleben) heißt die französische Komödie, in der ein Priester, ein Rabbi und ein Imam gemeinsam singen und in der die drei Männer, ihre Religionen und der interreligiöse Dialog auf die Schippe genommen werden. Der Kinofilm mit dem deutschen Titel „Ein Lied in Gottes Ohr“ verschont seine drei Protagonisten nicht vor rasanten Gags und Wortwechseln an den Grenzen des Respekts. Wir haben Vertreter*innen der drei parodierten Religionen und Interessierte eingeladen, sich die Satire anzuschauen und ihn als Ausgangspunkt in der Diskussion über Religion und Humor, Meinungsfreiheit und die Verletzung religiöser Gefühle zu nutzen.

Nach dem Kinobesuch ging es in der Landeszentrale für politische Bildung weiter, wo die Nachbesprechung der meet2respect-Tandemtour unter Moderation von Winfriede Schreiber und Bernhard Heider stattfand. Eingeladen waren alle Tandemfahrer*innen, sowie Vertrter*innen der Kooperationspartner, um die Veranstaltung zu reflektieren und weitere Perspektiven zu entwickeln.
Die Bedeutung des Begegnungsformats wurde nochmal betont und die Teilnehmenden bekundeten ihre Bereitschaft zum weiteren Engagement. Der persönliche Austausch sei ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen Pauschalurteile.

Parallel dazu sprachen die anderen Teilnehmenden unter der Moderation von Reinhard Fischer über die Grenzen des guten Geschmacks, des Respekts und des Gesetzes. Zu Gast war der Justiziar Klaus-Wilhelm Baumeister, der aus juristischer Perspektive die Grenzen zwischen der Kunst- und Meinungsfreiheit darlegte.

Abschließend fand ein gemeinsamer Ausklang bei Getränken und einem kleinen Imbiss statt. Wir danken dem Delphi Lux Kino, dem Filmverleih Neue Visionen, der Landeszentrale für politische Bildung, sowie der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und allen Teilnehmenden für den gelungenen Abend.